Ruf aus Hamburg : Schulessen am Abgrund!

Der Verband der deutscher Schul- und Kitacaterer (VDSKC) traf sich in Hamburg zu seiner Jahresversammlung und um über die aktuelle Situation der Schul- und Kitaverpflegung zu sprechen. Insbesondere die massiv gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise setzen die Caterer zurzeit unter Druck. „Als energieintensive Betriebe brauchen wir Sicherheit bezüglich der Strom- und Gasversorgung, denn ohne können wir nicht kochen“, betont Blauert. „Die Kita- und Schulverpflegung darf nicht zum Opfer weltpolitischer Auseinandersetzungen werden. Eins sollten unsere Politiker nicht vergessen: Wir sind systemrelevant. Wenn wir die Kosten für Energie nicht mehr tragen können, bekommen Millionen Kinder kein warmes Mittagessen mehr.“ Der Verband fordert daher eine Deckelung der Energiepreise und verbindliche Aussagen zur Versorgungssicherheit in den nächsten Monaten. Der Verband fordert deshalb eine sofortige Anhebung der Einkommensgrenzen für das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) aus, so dass mehr Familien von den Zuschüssen profitieren „Wir sind uns nach wie vor einig darüber, dass an der Qualität der Verpflegung nicht gespart werden darf“, stellt Ralf Blauert klar. „Um aber eine gute, ausgewogene Mittagsverpflegung gewährleisten zu können, brauchen wir Unterstützung. Es ist nicht hinnehmbar, dass kriegs- und inflationsbedingte Zusatzkosten allein von den Schülern und deren Eltern getragen werden müssen.“ Das Essen in Schule und Kita ist für viele Kinder die einzige warme Mahlzeit des Tages. Die Mehrkosten für die Caterer führen zwangsweise zu einer Erhöhung der Essenspreise, die sich die Eltern nicht leisten können. In diesem Sinne unterstützt der Verband auch die Initiative der AG Chemnitzer Caterer und spricht sich für eine Rettung des Schulessens aus. Im Rahmen des VDSKC-Tages fand die Vorstandswahl statt. Es wurde eine Vergrößerung seines Vorstandes beschlossen. Zukünftig werden nicht mehr drei sondern acht Vertreter den Verband repräsentieren. Es wurden fünf weitere Vorstandsmitglieder ernannt und das Fachressort „Regionalität und Nachhaltigkeit“ gegründet. Den Vorsitz behalten Ralf Blauert, Geschäftsführer von BlauArt Catering, und Heiko Höfer, Geschäftsführer von VielfaltMenü. Schatzmeister bleibt Jakob Wehner, Geschäftsführer der HandFest gGmbh. Darüber hinaus verstärken ab sofort Silvio Kühne (SFZ CoWerk gGmbH), Eva-Maria Lambeck, Meike Müller (Abraxas gGmbH), Torsten Weiße-Köhler (Monk GbR) und Jörg Wickenberg (mammas canteen GmbH) als Vorstandsmitglieder die Arbeit des Verbandes.

Zustimmung fand die Aktion des DNSV: „Schulessen als Kindergrundrecht und helfen Sie die Schulverpflegung zu retten!

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