100% regionale Bio-Milch in der Schulverpflegung

Ab dem 1. August 2021 sind für alle Berliner Schulmensen 100 % Bio für Milchprodukte und Obst, sowie ein Gesamtanteil von 50 % Bio Pflicht. In Vorbereitung darauf trafen sich am 19. Mai 2021 50 Entscheidungsträger aus Produktion, Handel, Verarbeitung, Küche und Politik zum digitalen runden Tisch des Projektes „Wo kommt dein Essen her?“. Dies ist ein von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, sowie der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gefördertes Projekt des Verbandes der Deutschen Schul- und Kitacaterer e.V. (VDSKC). Das Projekt verfolgt das Ziel, den Anteil regionaler Bio-Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung zu erhöhen und in der Schule zum Thema zu machen. Für die Akteure bio-regionaler Wertschöpfungsketten aus Berlin und Brandenburg war u. a. die Frage, wie viele der Lebensmittel regional sein können und was passieren muss, damit entsprechende Lieferketten und Beziehungen entstehen und ausgeweitet werden, Ausgangspunkt der Diskussionen. Schon heute sei ausreichend regionale Bio-Milch für die Schulverpflegung verfügbar. Sie müsse nur abgefragt werden. Auch bei Obst verhielte es sich ähnlich: Die Menge an regionalem Bio-Obst sei ausreichend. So entstand eine neue Arbeitsgemeinschaft zum Thema Leguminosenanbau und Verarbeitung in der Schulverpflegung. Darüber hinaus wurden mögliche Absatzmärkte für Bio-Eier, Legehennen aus mobilen Hühnerställen, sowie ihre Bruderhähne eruiert. „Der runde Tisch zur Schulverpflegung in dieser Breite ist ein toller Erfolg“, freut sich Frank Nadler, Sprecher des Ernährungsrates Berlin und Teilnehmer des runden Tisches. „Mit Akteuren aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette hat der runde Tisch großes Potenzial noch mehr bio-regionale Produkte in die Berliner Schulverpflegung zu integrieren.“

Quelle: Redaktion GastroInfoPortal / Michael Teodorescu

Schulmilchlieferanten Brandenburg/Berlin

DNSV dazu: Das Jahr 2021 haben die Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr für Obst und Gemüse“ erklärt. Um an dem Programm teilnehmen zu können, müssen die Bundesländer eine regionale Strategie bei der EU-Kommission einreichen, in der sie darlegen, wie sie das Programm in den nächsten 6 Jahren ausgestalten werden. Die Strategie enthält Angaben über Budget, Zielgruppen, Zeitraum, förderungswürdige Produkte und die geplanten begleitenden pädagogischen Maßnahmen.