Aus dem Deutschen Bundestag 3: Gesunde Schulverpflegung für alle Kinder sicherstellen

Elvira Drobinski-Weiß, stellvertretende Sprecherin der SPD Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft; Jeannine Pflugradt, zuständige Berichterstatterin: Eine auf dem Bundeskongress „Schulverpflegung 2014“ vorgestellte Studie offenbart große Defizite. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für den Ausbau der Schulverpflegung in Deutschland und einheitliche Standards für gesundes Essen in Schulen und Kitas ein. Unser Ziel ist es, dass jedes Kind in Deutschland Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung bekommt.

„Zu fett, zu süß und zu wenig Gemüse – so sieht die Verpflegung an vielen Schulen aus. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Denn eine vollwertige und gesunde Ernährung ist eine wichtige Präventionsmaßnahme gegenüber ernährungsbedingten Krankheiten. Sie sollte dort ansetzen, wo die Lernbereitschaft am höchsten ist: in der Kita und in der Schule. Es ist deshalb wichtig, überall für eine gemeinsame, gesunde und diskriminierungsfreie Verpflegung zu sorgen, die sich an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE e.V.) orientiert. Gutes Essen gibt es aber nicht kostenlos. Deshalb brauchen wir einen offenen Diskurs mit allen beteiligten Akteuren über die Finanzierung. Der Einstieg des Bundes in die Schulverpflegung sollte geprüft werden, denn eine qualitativ hochwertige Verpflegung der Kinder darf nicht vom Geldbeutel ihrer Eltern abhängen. Gesunde Ernährung in Kitas und Schulen muss im Sinne der sozialen Gerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen zugänglich sein. Der weitere Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland bietet außerdem einen guten Rahmen für eine zeitgemäße Ernährungsbildung und für deren wirksame Umsetzung. Neben der Schulverpflegung sollte deshalb die Ernährungsbildung, das gemeinsame Kochen oder auch Gärtnern als integrativer Bestandteil des Schullebens gestärkt werden.“

Quelle: SPD Bundestags Fraktion

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