Paradigmenwechsel in der Ernährungswissenschaft – Die Epoche der allgemeinen Ernährungsregeln ist vorbei

Seit Jahren mehren sich kritische Stimmen in der Ernährungswissenschaft, die eine strikte Abkehr vom Dogma „Gesunde Ernährung als allgemeingültige Pauschalempfehlung für alle Menschen“ fordern – zum einem aus dem einfachen Grund, weil die wissenschaftliche Evidenz für Ernährungsregeln von der Stange fehlt. Und zum anderen, weil immer mehr Forschungsergebnisse belegen, wie individuell stark unterschiedlich die Menschen auf die gleichen Mahlzeiten und Lebensmittel reagieren2,5,6,7. Der daraus resultierende Paradigmenwechsel hin zur personalisierten Ernährung spiegelt sich inzwischen auch in führenden wissenschaftlichen Journals wie JAMA1 wider: „Die moderne Sichtweise von Lebensmitteln und Medizin hat zu einer erheblichen Verschiebung in der Ernährungsforschung und -praxis geführt, hin zu precision nutrition*“ – also zur individuellen Ernährung des Einzelnen. Für die JAMA-Autoren ist diese Form der „präzisen Ernährung“ die Antwort auf: „Was man essen muss, um gesund zu bleiben.“1 Der Leiter der deutschen Fastenakademie, Andrea C. Chiappa begrüßt diese Entwicklung: „Aus Forschung und Praxis zum Fasten und Intervallfasten wissen wir schon lange, dass sowohl aufgrund des inter-individuellen Stoffwechsels als auch des chronobiologischen Typs nur eine persönlich-passende Ernährung zu mehr Gesundheit und `Zellfitness´ führt.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Knop, Ernährungswissenschaftler und deutscher Pionier des intuitiven Essens, plädiert er daher für den neuen Essstil des „intuitiven Intervallfastens“, bei dem die individuellen Bedürfnisse und Eigenschaften der Menschen im Fokus stehen. „Gesünderes Essen ist auch für 2021 der Top-Neujahrsvorsatz der Deutschen. Fast ein Drittel der Befragten wollen sich künftig besser ernähren8. Wollen wir hoffen, dass sie den richtigen Weg einschlagen: ihren eigenen, ganz individuellen. Es gibt so viele gesunde Ernährungen, wie es Menschen gibt, denn: Jeder Mensch is(s)t anders“, so Knop.

Für Ernährungswissenschaftler Knop, der sich auf Basis zahlreicher Studien bereits seit mehr als 10 Jahren für die individuell-intuitive Ernährung engagiert, ist klar. „Der Paradigmenwechsel in der Ökotrophologie hat begonnen und er schreitet unaufhaltsam voran – die Epoche der allgemeinen Ernährungsregeln ist vorbei.“ Zusammen mit Chiappa hat Knop den zeitgemäßen Ansatz personalisierter Ernährung jüngst in einem Buch veröffentlicht: „Intuitiv Intervallfasten“11. Die beiden Fachmänner für  Fasten/Intervallfasten und intuitives Essen fusionieren dabei erstmals die zwei populärsten Ernährungsstile: Intuitiv Essen (IE) und Intervallfasten (IF) – und zeigen den Leser*innen dabei den perfekten Weg zu ihrem besten Essstil. „Intuitiv Intervallfasten ist die natürlichste Art der Ernährung, denn sie vereint erstmals, was schon ewig zusammengehört: Das intuitive Urvertrauen in die Weisheit und Gefühle des eigenen Körpers kombiniert mit den evolutionsbiologischen Vorteilen ausgedehnter Hungerphasen“, erläutert Knop.

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