Street-Food als Lösung für Schulessen?

Doppelseite aus dem Konzeptfolder „Street-Food“.

Im neuen Konzeptfolder Street-Food will Unilever Food Solutions darauf eine Antwort geben, wie aus Sicht des Unternehmens, mit einem gut geplanten Angebot die Akzeptanz für das Schulessen erhöht werden kann, damit die Schüler von Döner-Läden und Bäckereien wieder für die Schulmensa gewonnen werden können. Bei einer Umfrage unter den zwei Millionen Hauptakteuren, die in der Schule Essen angeboten bekommen, werden drei wesentliche Gründe für die Abwanderung in umliegende Fast Food Läden, Snack-Shops und Bäckereien angegeben:

–      Der Geschmack des Essens: Es ist oftmals zu fade, verkocht und schmeckt den Kids und Jugendlichen einfach nicht. Wenn dann noch eine geringe Auswahl dazukommt, das Ambiente nicht stimmt und unbeliebte Gerichte serviert werden, wird lieber außerhalb gegessen.

–      Gesund ist uncool: Lediglich 13 Prozent* der Kinder und Jugendlichen legen einer Umfrage zufolge Wert auf gesunde Ernährung.

Wird Obst oder Salat in der Schulkantine angeboten, greifen gerade mal 6 Prozent* der Schüler zu.

–      Abgrenzung: Irgendwann kommt zwangsläufig der Zeitpunkt, an dem die Schüler nicht mehr zwischen Lehrern und „Kleinkindern“ sitzen wollen. Da ist es viel cooler, sich das Essen von außen zu holen oder gleich dort zu essen.

Street-Food als Lösung

Street-Food ist weltweit ein großer Trend und erlebt in den europäischen Metropolen einen Hype. Das „Essen für unterwegs“ oder der „Snack to go“ ist aber nicht automatisch Fast Food und ungesund. Es kann nährstoffreich und ausgewogen sein und wird in den Gourmet-Küchen mit frischen Zutaten und authentischer Zubereitung raffiniert serviert. Im gleichnamigen Konzeptfolder wird gezeigt, warum die neue Form der Schulverpflegung so beliebt ist und wie die Schulkantine das Angebot mit wenigen Mitteln so erweitern und verändern kann, dass die Schüler es annehmen und damit ausgewogen verpflegt werden. Street-Food ist „unterwegs sein“, „unabhängig werden“ und „selbstbestimmt leben“ und gilt als Zeichen von Abgrenzung von Anderen und Zugehörigkeit zur eigenen Gruppe. Der „Snack to go“ wird unterwegs gegessen und ist gleichermaßen Essen wie auch Erlebnis. Außerdem macht es Umfragen zufolge satt – ein Aspekt, der bei der Schulverpflegung nicht immer abgedeckt ist. Street-Food lässt sich problemlos in das vorhandene Angebot einbauen, lockt Schüler zum Essen und bringt dem Betreiber die erhofften Zahlen. Eltern und Lehrer wissen, dass die Kids das Essen mögen und sich trotzdem nicht fettreich und einseitig ernähren, sondern eine vollwertige Mahlzeit bekommen. Der „Snack to go“ wird auf die Hand serviert und ist auch dadurch cool. Es sind nicht die Angebote der großen Ketten, sondern typische kulinarische Gerichte verschiedener Länder wie Frankreich, Italien, Türkei oder Thailand. Gutes Street-Food ist mit frischen und saisonalen Zutaten gemacht und dennoch attraktiv, einfach zuzubereiten und günstig. Die vier hauptsächlichen Bereiche fasst Unilever Food Solutions folgendermaßen zusammen:

–      Mediterran: Der Genuss Italiens ist mit Pizza und Pasta ein Dauerbrenner der mediterranen Küche, aber auch andere Länder bieten viel. Crêpes in salzig und süß sind ebenso mediterrane Klassiker – unkompliziert und lecker.

–      Orient: Der Kebab ist wohl der bekannteste Vertreter dieser Küche, aber auch Pide und Yufka finden immer mehr Verbreitung. Die Küche besticht auch durch eine Vielzahl von vegetarischen Angeboten wie Currys oder die bekannten Falafel aus Kichererbsen.

–      Amerika: Die Fast Food Restaurants haben die beliebten U.S.-Food-Trends weltweit verbreitet – aber auch für deren schlechten Ruf gesorgt. Zu fett, zu salzig, zu kalorienreich und damit schuld an der Fettleibigkeit. Dass es anders geht, beweisen immer mehr Anbieter, die Burger ganz ausgewogen und in Top Qualität servieren.

–      Asia: Der Urvater der Straßenküchen ist die asiatische Lebensart. Die Garküchen in Vietnam und Thailand sind weltbekannt für ihre gemüsebetonten und frischen Gerichte. Hierzulande hat sich der Chinese mit seinen Mittagstischen stark gewandelt. Die bunten Pappboxen prägen urbane Straßenbilder.

 

Ein Gedanke zu „Street-Food als Lösung für Schulessen?

  • 28. Dezember 2012 um 12:31
    Permalink

    Seit 2006 sind wir im Schulcatering tätig – die größten Schwierigkeiten und Probleme sind gemacht – und zwar von den Eltern !
    Die Eltern sollten froh sein, daß ihre Kids gesunde und vernünftige Malzeiten mit kindergerechten Getränken erhalten (wie z.B. bei uns !)
    Weiter sollte auch Eltern klar sein, daß für 3 € auch nichts vernüftiges auf dem Teller liegen kann.
    Anmerkung: Jeder kennt den Preis – jedoch keiner den Wert !
    Herbert Kratz

    Antwort

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