Studie zeigt: Schüler wünschen gutes Essen und bessere Organisation

Deutschlandweit mangelt es vielen Schulmensen an Zulauf. Obwohl das Konzept „Schulrestaurant“ von Schülern aller Altersstufen grundsätzlich positiv gesehen wird, essen vor allem ältere Schüler lieber am Kiosk nebenan. Doch vor allem die Umsetzung hält viele Kinder vom Gang in die Mensa ab. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage von EARSandEYES im Auftrag der Initiative GeldKarte e.V. vom September 2013. Befragt wurden 275 Schüler zwischen zehn und 19 Jahren sowie 100 Lehrer. Verbesserungspotenzial besteht demzufolge auch bei den Abläufen, zum Beispiel beim Bestellen der Mahlzeit oder einer schnellen und praktischen Kassenlösung. 63 Prozent der Kinder essen gerne gemeinsam mit Freunden zu Mittag. Von den Abläufen in ihrer Mensa sind sie allerdings wenig überzeugt. Rund ein Viertel der Kinder (24 Prozent) wartet zwischen sechs und zehn Minuten in der Schlange auf die tägliche warme Mahlzeit. Weitere sechs Prozent stehen sogar noch länger ohne Essen da. Lediglich jeder vierte Schüler (22 Prozent) hält sein Mittagessen nach maximal drei Minuten in den Händen. Um das zu verbessern, ist gute Organisation vonnöten. Da alle Kinder gleichzeitig in die langersehnte Pause stürmen, muss es schnell gehen. Nur wer fix seine Mahlzeit auf dem Teller hat, kann die wertvolle Pausenzeit in vollen Zügen genießen.

Hohe Anforderungen

Verbesserungspotenzial hat auch die Essensqualität im Schulrestaurant: Rund jedem zweiten Schüler (55 Prozent) schmeckt das angebotene Essen nicht. Knapp ein Drittel (29 Prozent) würde öfter in die Mensa gehen, wenn die Mittagsmahlzeit geschmacklich besser wäre. Unter den Schülern der 9. bis 13. Jahrgangsstufe sind sogar 35 Prozent dieser Meinung. Auch die Lehrer sehen in den Mensen Raum für Verbesserungen. Über zwei Drittel von ihnen (68 Prozent) stufen die Essensqualität als mittelmäßig oder noch schlechter ein. Dies macht sich bemerkbar: 62 Prozent der Lehrer essen höchstens zweimal pro Woche in der Mensa. Rund ein Viertel (26 Prozent) besucht sogar nie das Schulrestaurant. Lediglich 12 Prozent der Schulen verwenden nach Möglichkeit regionale Produkte. Und nur jede zehnte Schule achtet auf saisonal verfügbare Lebensmittel.

Hohe Relevanz im Schulalltag

Dass die Mensa trotz allem eine dringend benötigte Einrichtung ist, sieht man auch daran, dass auf 43 Prozent des Nachwuchses zu Hause keine warme Mahlzeit wartet. Alternativ wärmen sich die Kinder häufig vorbereitetes Essen auf (28 Prozent), bereiten selbst etwas zu (21 Prozent) oder kaufen sich etwas auf dem Heimweg (15 Prozent). Die Mensa erfüllt aber nicht nur die reine Ernährungsfunktion, sondern ist auch sozialer Knotenpunkt der Schule. Gerade für Schüler mit berufstätigen Eltern bietet das Schulrestaurant oftmals eine Alternative, um nicht alleine zu Hause essen zu müssen. Rund die Hälfte der Lehrer betont darüber hinaus, dass gemeinsames Essen den Zusammenhalt der Schüler stärkt. Zudem sehen die Lehrer ein ausgewogenes Mittagessen (77 Prozent der Lehrer) sowie eine ausreichend lange Mittagspause (76 Prozent) als wichtigen Ausgleich zum Unterricht.

Organisationstalent Bezahlkarte

Für weniger Wartezeit sorgt ein gutes elektronisches Bezahlsystem, wie die GeldKarte. Mit ihr bestellen die Kinder ihr Wunschgericht im Voraus und bezahlen bargeldlos über das vorab auf die Karte geladene Prepaid-Guthaben. Das gewährleistet beste Abläufe in der Mensa: Jedes Kind erhält sicher sein Wunschgericht und bei der Essensausgabe wird Zeit gespart, weil niemand überlegen muss, was er essen möchte. Das Bezahlen funktioniert schnell und hygienisch, ohne Kramen nach Münzen in Geldbörsen und Hosentaschen. Damit senkt die GeldKarte auch die Kosten für das Bargeldhandling. Zudem weiß der Caterer dank Vorbestellung ganz genau, wie viel von welchem Gericht benötigt wird und kann so Einkauf und Zubereitung optimieren. Das hilft Überschussmengen zu reduzieren, die Umwelt zu schonen und ermöglicht eine bessere Essensqualität bei gleichen Kosten. Die passende Karte haben die meisten Kinder schon in der Tasche. Denn 75 Prozent aller Kinder haben bereits ein eigenes Schülerkonto oder sie planen mit ihren Eltern, in nächster Zeit eines einzurichten. Die Bezahlkarte samt dem Prepaid-Chip zum Bezahlen im Schulrestaurant ist dabei meist inbegriffen. Für Schüler ohne eigenes Konto, zum Beispiel in den niedrigeren Jahrgangsstufen, sind kontoungebundene Karten erhältlich. Interessierte Eltern können sich bei ihrer Hausbank dazu informieren.

Beliebt bei Schülern und Lehrern

Bei den befragten Schülern kommt die GeldKarte gut an. Besonders die Schnelligkeit (79 Prozent) und dass sie nicht nach Kleingeld kramen müssen (78 Prozent) gefällt den Schülern. Drei Viertel der Fünft- bis Achtklässler begrüßt zudem, dass sie auf diese Weise den Umgang mit einer Bezahlkarte erlernen. 77 Prozent von ihnen freuen sich, dass sie dank Vorbestellung immer ihr Wunschgericht erhalten. Die Lehrer sehen das ähnlich: 83 Prozent von ihnen schätzen die Schnelligkeit eines elektronischen Bezahlsystems, 81 Prozent würdigen das einfache und unkomplizierte Bezahlen und 69 Prozent finden es gut, dass die Kinder nicht mehr mit Bargeld hantieren müssen. Und noch ein weiteres Talent der GeldKarte kommt bei Kindern wie Lehrern gut an: Die diskrete Subventionierungsmöglichkeit. Denn Kinder, deren Eltern nicht für die tägliche Mahlzeit in der Mensa aufkommen können, erhalten ihr Essen mit der GeldKarte vergünstigt, ohne dass Außenstehende das erkennen können. 75 Prozent der befragten Schüler finden das toll. Für die Lehrer ist diskrete Subventionierung für Schulausflüge und Mensaessen übrigens die wichtigste Möglichkeit, für soziale Gleichstellung zu sorgen (87 Prozent). Schuluniformen finden dagegen nur 22 Prozent der Lehrer zielführend.

 

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