Verband schlägt Alarm!

Mit einem Hilferuf wendet sich der Verband der  Deutschen Schul- und Kita Caterer e.V. in einem offenen Brief an die Berliner Schulsenatorin und fordert Nothilfe Maßnahmen für die Branche. Hier im Wortlaut:

„Sehr geehrte Frau Scheeres,

der Senat von Berlin hat am 14.03.2020 die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin erlassen.

In ganz Deutschland bleiben die Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien geschlossen.

Für die Mitglieder unseres Verbandes der deutschen Schul- und Kitacaterer ( VDSKC) und für viele weitere Caterer, die sich in der Schul- und Kitaverpflegung engagieren, hat dies weitreichende Konsequenzen. Die Auswirkungen sind noch gar nicht vollständig absehbar.

Was jetzt allerdings schon fest steht: Viele Caterer können durch fehlende Liquidität bis hin zu Insolvenzen, die Struktur der Schul-und Kitaverpflegung nicht mehr aufrechterhalten. Die Zukunft vieler Unternehmen in der Schul-und Kitaverpflegung ist akut bedroht.

Um aber die Versorgung der Schüler jederzeit sicherstellen zu können, ist es notwendig, die Mitarbeiter weiter zu beschäftigen und die Erhaltung der systemrelevanten Infrastruktur sicher zu stellen. Denn ein Bereitschaftsdienst muss aufrechterhalten werden, auch um im Notfall die Küchen für den Katastrophenschutz bereitstellen zu können.

Die Preiskalkulationen und Rücklagen sind auf solche Notsituationen nicht ausgerichtet. Daher ist für die Caterer die weitere Vertragserfüllung durch die Auftraggeber erforderlich und Bezahlung von mindestens 2/3 der bisher gelieferten Portionen notwendig.

Daher fordern wir eindringlich von den politischen Entscheidungsträgern, sich für schnelle, unbürokratische Nothilfemaßnahmen einzusetzen.

Wir sehen einen akuten Gesprächsbedarf als ein wichtiger Partner der Schulen, der Schulträger und des Landes.

Freundliche Grüße

Rolf Hoppe

Vorsitzender“