Verband der Berliner & Brandenburger Schulcaterer warnt und erste Schulmensen bleiben kalt!

Berlin ist um eine weitere Misere reicher, neben der des Flughafen, nun die der Schulverpflegung und ihr Berliner Preis, leider ist dieses Thema auch nicht sexy! Fachleute wissen, dass dies ein schwelender Konflikt schon seit einigen Jahren ist, doch nun sei man am Ende der Fahnenstange angelangt, so die Meinung der Macher. Die wichtigsten Schulcaterer Berlins – sie versorgen fast 90% des Marktes – vernetzen sich gegen die Finanzvorgaben der Bezirke. Für die ausgeschriebenen 2,10 – 2.30 Euro wollen sie nicht mehr kochen. Jüngst wurde dazu in der Hauptstadt der Verband der Berliner und Brandenburger Schulcaterer e.V.i.Gr. (VBBSC) gegründet. Dieser Schritt sei eine Notwendigkeit aufgrund der Entwicklungen bei den öffentlichen Ausschreibungen in der Region, so der Verband.  Auf einer Pressekonferenz stellte man sich heute den Fragen der Presse und machte das Anliegen des Verbandes bekannt.  „ Mit den bestehenden Vorgaben können wir kein Essen, das den hohen Ansprüchen an Schulverpflegung genügt, liefern, es sei denn wir zahlen drauf, was er schon in einigen Schulen mache und das könne man sich nicht mehr leisten.“, so Rolf Hoppe vom Caterer Luna, der Vorsitzende des Vereins. An ersten Berliner Schulen wird es nach den Sommerferien kein Mittagessen mehr geben, denn es gibt keine Caterer, die es liefern. Ursache: Der ausgeschriebene Preis von 2,10 Euro pro Portion sei zu niedrig, um die vorgeschriebenen Qualitäts-Kriterien erfüllen zu können. Ziehe man von den veranschlagten 2,10 Euro etwa die Mehrwertsteuer, Personal- und Energiekosten ab, blieben gerade 50 Cent pro Kind, um Essen einzukaufen, erklärten die Caterer. Das Thema habe eine weit reichende gesellschaftliche Bedeutung und die Problematik des Preises sei nur die Spitze des Eisberges, den es gehe um die Gesundheit & Ernährung der Kinder und um gleich bleibende und hochwertige Qualität des Schulessens. Die primären Ziele des VBBSC seien die Qualitätssteigerung und eine verbesserte Zusammenarbeit aller Interessensvertreter.  Die Bildungsverwaltung des Berliner Senats hat nun schon mal mit der Allgemeinen Ortskrankenkasse eine Studie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg in Auftrag gegeben. Darin soll analysiert werden, welcher Preis pro Schulessen für den Berliner Markt nötig wäre, wenn alle Qualitätsstandards eingehalten werden. Die Preisbindung ist in Deutschland grundsätzlich unzulässig und würde, so warnte man in der Diskussion nur dazu führen, das qualitative Aspekte weiter vernachlässigt würden. Die Bezirke, bzw. der Berliner Senat müsse seine Prioritäten einmal sortieren, wenn er an einer vollwertigen Schulverpflegung interessiert sei. Professionalität und Kontrolle vor Ort seien das Gebot der Stunde, wenn man zu schlüssigen und gesunden Ergebnissen kommen wolle.

Das DNSV unterstützt die maßgeblichen Forderungen des VBBSC nachhaltig: Die Politik fordert gesunde Ernährung für Schüler – und besteuert gleichzeitig das Essen in Schulkantinen (19 %) höher als an Imbissständen (7 %). Ohne Lobby geht dies anscheinend nicht – jeder, der ein Zeichen für eine gesunde Schulverpflegung setzen möchte, kann dies mit seiner Unterschrift tun: Das Unterschriftenformular kann hier heruntergeladen werden. Einfach ausfüllen und absenden an: Deutsches Netzwerk Schulverpflegung e.V. (DNSV e.V.), Köpenicker Allee 38, 10318 Berlin.

Verband der Berliner und Brandenburger Schulcaterer e.V. i.Gr.: Rolf Hoppe von der Luna Restaurant GmbH ist der Vorsitzende. Stellvertreter ist Heiko Höfer von der Sodexo SCS GmbH ernannt. Zu den weiteren Mitgliedern zählen die Vertreter von Domino-Service GmbH, Drei Köche GmbH, GREENs unlimited Berlin GmbH, GVL Gastronomische Versorgungsleistung GmbH und Sunshine Catering Service GmbH.

Anfragen und Infos an: info (at) vbbsc.de

 

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